Der Calciumbedarf ist abhängig vom Lebensalter. Wird Milch, Milchprodukte und Käse vertragen, ist eine bedarfsgerechte Ernährung leicht zu bewerkstelligen. Muss allerdings der Calciumbedarf aus anderen Lebensmitteln gedeckt werden, so ist ein aufmerksamer Umgang mit calciumhaltigter Nahrung besonders wichtig. Eventuell müssen spezielle Maßnahmen insbesondere für die Prophylaxe von Osteoporose zum Ausgleich des Calciumdefizits eingeleitet werden.
Biologische Verfügbarkeit von Calcium
Nicht
nur der Gehalt, auch die Verfügbarkeit des Calciums aus Milch und
Milchprodukten ist sehr hoch. Das in diesen Produkten enthaltene Lactat
ist dafür verantwortlich.
Beeinträchtigt wird die
Calciumaufnahme durch Diarrhö aber auch organisch bedingte
Magen/Darmerkrankungen. Zudem ist zu
beachten, dass die Calciumausnutzung von der Zusammensetzung der
Nahrung abhängt.
Auf Grund von Komplexbildungen
vermindert sich die Calciumausnutzung durch:
- oxalsäurereichen Nahrungsmitteln wie Spinat, Rhabarber, Schwarzer Tee, Kakao u.s.w.
- Phytin im Getreide sowie die Uronsäure der Ballaststoffe
- Langkettige gesättigte Fettsäuren
Personengruppen
mg Calcium pro Tag
Kinder bis 4 Jahre
600
Kinder 4 bis 7 Jahre 700 Kinder 7 bis 10 Jahre 800 Kinder 10 bis 13 Jahre
900
Kinder 13 bis 15 Jahre 1000 Jugendliche 15 bis 19 Jahre 1200 Erwachsene 19 bis 25 Jahre 1000 Erwachsene 25 bis 51 Jahre 900 über 51 Jahre 800 Schwangere 1200 Stillende 1300
DGE
(1991 Empfehlung zur Nährstoffzufuhr)
last update 5/2004
© Bettina
Schwiegelshohn 2001