Reizdarm - Syndrom
Ursachen
und Folgen
Das
Reizdarm - Syndrom ist charakterisiert durch abdominelle
Mißempfindungen wie Stuhldrang, Blähungen, Schleim,
Stuhlfrequenz, aber auch vermeintliche Obstipation. Durch die Probleme
bedingt wird zwischen einem Diarrhö dominierten und Obstipation
dominierten Reizdarm - Syndrom unterschieden. Gleichzeitig
müssen organischen Ursachen wie Morbus Crohn, Colitis
ulzerosa aber auch Krebs von ärztlicher Seite her ausgeschlossen
werden. Verschiedentlich ist das Reizdarm - Syndrom mit Lactose-Intoleranz ,
Fruktose-Intoleranz (s.u.), Sorbit-Intoleranz(s.u.), Histamin-Intoleranz
oder Gluten-Intoleranz
vergesellschaftet.
Was ist zu tun?
- Von zentraler Bedeutung ist
eine ausgewogene
ballaststoffreiche Ernährung: Ballaststoffe
fördern unspezifisch das Wachstum der Darmflora. Sie sollten
sowohl aus Obst, als auch über Gemüse und Getreide
zugeführt werden, da die genannten Nahrungsgruppen die
Darmgesundheit unterschiedlicher Darmabschnitte positiv beeinflussen.
Werden Hülsenfrüchte schlecht vertragen, so sollten sie trotz
ihrer ernährungsphysiologischen Hochwertigkeit
gemieden werden. Hilfe bringt häufig der Einsatz des therapeutisch
wirksamen
Ballaststoffs Psyllium (Plantago ovata Samenschalen) aus der Apotheke.
- Spezifisch förderlich
für die Darmgesundheit sind fermentierte Milchprodukte, mit
lebenden Kulturen, da die enthaltenen Milchsäure- oder
Bifidobakterien den Magen unbeschadet passieren und sich in den oberen
Darmabschnitten ansiedeln.
- Sportliche Aktivität zur
Aktivierung der Darmperistaltik und zur Unterstützung der
psychischen Verfassung ist empfehlenswert.
- Die Wahrnehmung des
Entleerungsdranges ohne große zeitliche Aufschübe ist
wichtig.
- Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
(dabei Meiden von kohlensäurehaltigen Getränken und bei
Diarrhö dominierem Reizdarm - Syndrom Kaffee) darf nicht vergessen
werden.
- Vermeiden Sie hastiges Essen
und Verschlucken von Luft.