Die Allergie auf Nahrungsmittel ist eine durch Antigene vermittelte Reaktion des Körpers. Dabei rufen die Antigene - auch Allergene genannt - die Produktion von speziellen Antikörpern hervor. Grundsätzlich kommt es nicht beim ersten Kontakt mit dem Antigen zum Ausbruch der Allergie, sondern erst nach einer sogenannten Sensibilisierungsphase.
Im Folgenden finden Sie einige Beispiele von Antigen vermittelten Lebensmittelallergien mit der Angabe der Häufigkeit:
Kuhmilch 42%, Hühnereiklar 14,5%, Fisch 11%, Hühnereigelb 9,0%, Zitrusfrüchte 4,5%, Hülsenfrüchte 2,5%, Fleisch 1,3%, Gemüse 1,0%, Sonstiges (Nüsse, Schokolade) 2%.
Dieser Aufzählung liegen statistische Methoden zu Grunde, mit deren Hilfe man generell nach Nahrungsmitteln mit relativ geringer allergener Wirkung und andererseits nach solchen fahndet, die besser innerhalb einer allergenarmen Diät gemieden werden sollten. Treten Allergien auf, so ist eine individuelle Beratung unter Einbeziehung der Ernährung und der Lebensumstände immer hilfreich. Davon unabhängig ist es empfehlenswert in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, welche Überempfindlichkeitsreaktionen tatsächlich bestehen.
Eine Allergie macht sich bei einem Betroffenen durch Haut- (z.B. Neurodermitis) und Schleimhauterscheinungen bemerkbar. Dabei kann überall am Körper die Haut, die Atemwege, der Magen/Darm Trakt sowie die Gefäße und damit das Herz/Kreislaufsystem betroffen sein.
Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. stellt fest, dass Nahrungsmittelallergien stetig steigen, da Säuglinge schon im frühesten Alter zunehmend Medikamenten, Kosmetika, exotischen Früchten und Gewürzen ausgesetzt werden und auf der anderen Seite auf peinlichste Sterilität der Umgebung geachtet wird. Dem ist entgegenzuhalten, dass es sehr wohl Umwelteinflüsse und Lebensumstände gibt, die die Entstehung von Allergien nachweislich begünstigen. Hierzu zählen: Rauchen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Pollen, frühes Abstillen
Pseudoallergien
In Lebensmitteln und Genussmitteln sind Substanzen, wie Farb- und Konservierungsstoffe, Salicylate, Histamin oder andere biogene Amine enthalten, die dosisabhängig das gleiche klinische Bild, wie eine allergische Reaktion auslösen können. Tritt eine derartige Erscheinung auf, so wird sie als Pseudoallergie bezeichnet.
Lebensmittelunverträglichkeiten
Zum Teil ist es für Betroffene
sehr schwer Lebensmittelunverträglichkeiten zuzuordnen, denn
sowohl beim Reizdarmsyndrom,
wie auch bei der Laktose-,
Fruktose- und Histamin-Intoleranz kommt
es dosisabhängig zu
erheblichen Beschwerden und Unwohlsein. Dabei stehen Magen/Darm
Probleme (z.B. Übelkeit, Magenkrämpfe, Erbrechen Durchfall)
im Vordergrund des Beschwerdebildes. Daneben sind Kopfschmerzen,
Migräne und Schleimhaut- wie auch Hautsymptome zu nennen.
Betroffen von Lebensmittelunverträglichkeiten sind
hauptsächlich Allergiker. Vereinzelt kommen sie aber auch bei
anderen Personengruppen vor. Patienten mit derartigen Beschwerden
werden häufig als Psychosomatiker eingestuft, da eine eindeutige
Diagnose häufig nicht leicht zu stellen ist.
last update 05/2008
© Bettina
Schwiegelshohn 2001