Der Verzicht auf feste Nahrung zu Beginn einer Ernährungsumstellung erleichtert manchen Menschen den Einstieg in die Veränderung. Es besteht jedoch ein Unterschied zwischen dem Nahrungsverzicht für einen oder zwei Tage und dem Fasten. Von Fasten kann erst dann gesprochen werden, wenn kein Hungergefühl mehr auftritt. Dies ist gegeben sobald der Darm vollständig leer ist. Es dauert also einige Tage bis sich der Darm und der ganze Körper auf das Fasten umgestellt hat - und genauso müssen wiederum einige Tage eingeplant werden, bis zu einer ausgewogenen Ernährung zurückgekehrt werden kann.
Bedeutet für Sie Fasten der Verzicht auf Genussmittel, ein Obst-, Gemüse- oder Reistag, oder ein Tag mit Gemüsesäften, so ist dies für den gesunden Erwachsenen eine hervorragende Variation zur Routine.
Richtiges Fasten nur unter ärztlicher Überwachung:
Obwohl Hippokrates das Weglassen aller Nahrung als wirkungsvollste Art
den inneren Arzt wirken zu lassen, bezeichnet hat, birgt es selbst
nach medizinisch/diätetischen Richtlinien durchgeführt
erhebliche
gesundheitliche Risiken. Sie resultieren daher, dass es beim Fasten zu
einem Verlust an Körpereiweiß kommt. Beispielsweise
bessern sich bei rheumatischen Erkrankungen durch Fasten die
Entzündungsparameter und das Allgemeinbefinden. Der Verlust an
Körpereiweiß allerdings verhindert trotzdem den Einsatz des
Fastens. Eine ärztliche Überwachung ist
Grundvoraussetzung für ein Fasten und daher gewährleistet
sein. Die
Substitution von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist von der
Dauer
des Fastens, aber auch von den verwendeten Flüssigkeitsquellen
abhängig.
Sie muss individuell entschieden werden. Steht hinter dem Wunsch nach
Fasten
die Absicht einer Gewichtsreduktion, so ist eine diätetische
Beratung
im Übergang zur Normalkost unbedingt erforderlich, um einen
möglichen
Jo-Jo Effekt zu vermeiden.
Folgende Menschen sollten in keinem Fall Fasten:
Schwangere, Stillende, Kinder, Diabetiker,
Herzkranke, Nierenkranke,
Gallenkranke, bei Gicht und erhöhten Harnsäurewerten,
Menschen die zu Depressionen neigen.
last update 05/2008
© Bettina
Schwiegelshohn 2001