Ursache und Folge
Bei
Glutenintoleranz liegt als Folge einer Überempfindlichkeit gegen
das Eiweiß der Getreidearten Weizen, Roggen, Hafer und Gerste
eine Schädigung der Dünndarmschleimhaut vor. Die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft
e.V. bietet Betroffenen Hilfe und Unterstützung.
Was ist zu tun?
Grundlage der Diät:
Lebenslanges konsquentes Meiden von Gluten, einem
Protein. Hieraus leitet sich eine breite Palette an geeigneten und ungeeigneten Lebensmitteln ab.
Anpassung der Fettzufuhr: MCT-Fette
Die
Fettzufuhr ist an die mögliche Steatorrhö
anzupassen. Je nach Fettgehalt des Stuhls kann es notwendig sein,
normale
Fette bzw. Öle durch MCT-Fette und MCT-Öle (z.B.
Produkte der Basis GmbH im Reformhaus
erhältlich) zu ersetzen. MCTs (medium-chain
triglycerides) zeichnen sich dadurch
aus, dass die Kettenlängen der Fettsäuren des Triglycerids
aus
8 bis 12 Kohlenstoffatomen bestehen. Diese Fette sind daher wesentlich
besser in Wasser löslich als Fette bestehend aus langkettigen
Fettsäuren
(LCT-Fette). Folglich sind zur Verdauung lediglich minimale Mengen an
Enzymen
aus der Bauchspeicheldrüse und keine Gallensäuren notwendig.
Die MCTs werden im Magen-Darm-Trakt schnell gespalten und leicht
aufgenommen.
Aus diesem Grund sind sie innerhalb der medizinischen Ernährung
interessant.
Milchzuckerunverträglichkeit:
Zu Beginn der Erkrankung ist die Glutenintoleranz
vielfach mit einer Lactoseintoleranz,
einem sogenannten sekundären Mangel an Lactase verbunden. Nach der
Erholung der Darmmukosa bessert sich jedoch diese
Unverträglichkeit, sodass der Milchzucker häufig nicht mehr
gemieden werden muss.
Herstelleradressen
Glutenfreie
Produkte wie Brot, Backwaren, Teigwaren, Mehlsorten und
Backmischungen aller Art der Firmen´Delfs, Hammermühle und
Poensgen sowie Schär und Drei Pauli finden
Sie in entsprechend sortierten Drogerien, im Reformhaus und in
Naturkostläden. Auch "Du darfst" (tel.
0130/725235) stellt auf
Anfrage eine Liste von glutenfreien Erzeugnissen zu
Verfügung.
last update 11/2008
© Bettina
Schwiegelshohn 2001