Ursachen und Folgen
Eine Störung innerhalb des Purinstoffwechsels, hervorgerufen durch eine gesteigerte körpereigene Bildung bzw. diätetische Zufuhr, oder verminderte Ausscheidungsrate über die Niere, liegt vor, wenn die Harnsäure, das Endprodukt des Purinstoffwechsels, im Blutserum über 7 mg / 100 ml ansteigt. Das Krankheitsbild der Hyperurikämie kann sowohl angeboren sein, oder im Laufe des Lebens erworben werden. Zu Gicht kommt es in Folge von abgelagerter kristallisierte Harnsäure in Gelenkkapseln und Knorpeln.
Übergewicht
begünstigt die Entstehung von Hyperurikämie. Außerdem treten
Harnsäureprobleme häufig zusammen mit Diabetes mellitus oder Hyperlipidämie auf,
sodass nicht allein der Harnsäuregehalt von Nahrungsmitteln, sondern
gleichermaßen die zusätzlichen Stoffwechselprobleme innerhalb
der Ernährung bei Hyperurikämie zu beachten sind.
Interventionsmöglichkeiten
Neben der Beachtung des Harnsäuregehalts von Nahrungsmitteln ist eine großzügig bemessene Flüssigkeitszufuhr zum Ausschwemmen der Harnsäure sehr wichtig. Dabei unterstützen insbesondere alkalisierende Getränke wie etwas Citrusfruchtsaft gemischt mit hydrogencarbonatreichem Mineralwasser (z.B. Gerolsteiner) die Harnsäureausscheidung. Alkohol dagegen erhöht die Bildung von Harnsäure und reduziert gleichzeitig deren Ausscheidung. Daher sollte der Alkoholkonsum gering gehalten werden.
Unter den Garmethoden ist Kochen besser als Braten geeignet. Geräuchertes hat jeweils den höchsten Gehalt an Harnsäure. Zudem ist zu beachten, dass jegliche tierische Haut sehr zellkernreich ist und daher viel Harnsäure liefert. Pflanzliche Lebensmittel neutralisieren zwar den Urin und unterstützen insofern die Harnsäureausscheidung. Dennoch sollte auch Pflanzliches nicht kritiklos in übergroßen Mengen verzehrt werden. Beispielsweise ist der Harnsäuregehalt von Spinat, Rosenkohl, grünen Erbsen Sojaprodukten und Hülsenfrüchten relativ hoch.
last update 10/2003
© Bettina Schwiegelshohn
2001