Eine kohlenhydratreiche Ernährung ohne gleichzeitige Zufuhr von mindestens 30 g Ballaststoffen führt zu Insulinresistenz, Diabetes Übergewicht oder Hyperlipoproteinämie, wie die starke Zuwachsrate an den genannten Erkrankungen in den USA zeigen.
In den USA werden im Austausch für gesättigte Fette gegenwärtig schnell verwertbare Kohlenhydrate vermehrt verzehrt, obwohl Experten davon ausgegangen waren, dass die Empfehlung den Verzehr an Kohlenhydraten zu erhöhen, den Konsum an Gemüse, vollwertigen Getreideprodukten, Hülsenfrüchte und Obst steigern würde.
In die tägliche Praxis umgesetzt heißt dies Müsliriegel oder Schokoriegel stellen definitiv keine Alternative zur Currywurst oder Bratwurst dar. Neben dem Ballaststoffgehalt von Nahrungsmitteln sei auf den glykämische Index als Hilfsmittel zur Abschätzung der Wirkung von kohlenhdratreichen Nahrungsmittel auf den Stoffwechsel hingewiesen. Steht Zucker in der Zutatenliste relativ weit vorne, so deutet dies außerdem an, dass das Produkt reich an schnell verwertbaren Kohlenhydraten ist.
Empfehlenswerte Kohlenhydratquellen
sind :
Beispiele
für kohlenhydratereiche Lebensmittel, die reich an komplexen
Kohlenhydraten, Ballaststoffen und
Mineralien sind:
Vollkorngetreide aller Sorten, Vollkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte,
Gemüse, Obst
Derartige
Kohlenhydratquellen sollten es nicht sein:
Kohlenhydrate
die schnell verwertbar sind und so gut wie keine Mineralien oder Vitamine
im Vergleich zum Energiegehalt liefern:
Ahornsirup, brauner Zucker, Dextrose, Glukosesirup,
Honig, Invertzucker, Karamelzucker, Malz, Malzextrakt, Reissirup, Rohrzucker,
Sirup, Traubenzucker, Vollrohrzucker
Beispiele
für kohlenhydratereiche Lebensmittel, die relativ schnell verwertbar
sind und im Vergleich zum Energiegehalt wenig Mineralien und Vitamine:
Weißmehlprodukte, Kuchen, Torten, Kekse, Süßwaren,
Knappergebäck, gesüßte Cerialien, viele Müsli-Fertigmischungen
Marmelade, Desserts, Softdrinks
Warum
sind schnell verwertbare Kohlenhydrate nicht günstig?
Beim
Abbau der schnell verstoffwechselbaren Kohlenhydrate werden diese, da die
Mechanismen zum Auffüllen der Glykogenspeicher und der Energiegewinnung
überlastet sind, in das gemeinsame Stoffwechselzwischenprodukt der Fette,
Proteine und Kohlenhydrate, die Acetessigsäure abgebaut. Diese dient
dann der Bildung von Fettsäuren und Cholesterol.
last update 10/2003
© Bettina Schwiegelshohn
2001