Über
den industriellen Prozess der vollständigen Hydrogenierung
können aus Ölen harte Fette erzeugt werden. Durch das
gewollte Unterbrechen des Hydrogenierungsvorgangs, der sogenannten
unvollständigen Hydrogenierung, kann der Grad der
Steichfähigkeit eines Fettes bestimmt werden. Bei der
unvollständigen Hydrogenierung entstehen gesättigte und
leicht verstoffwechselbare
ungesättigte cis-Verbindungen der Fettsäuren. Daneben kommt
es
jedoch auch zu der Bildung der sogenannten trans-Fettsäuren.
Cis
- Variante -- C = C --
/ \
H
H
H
I
Trans - Variante
-- C = C --
I
H
Beispiele
für Produkte die trans-Fettsäuren enthalten
Viele Margarine- und Mayonnaisesorten, verschiedenste
Kekse, Salzgebäckwaren, Kuchen, Füllungen von Schokolade,
andere Süßigkeiten, viele Fertigprodukte.
Vorschläge
zur Verminderung der Aufnahme
Durch
das Meiden von Produkten, auf deren Zutatenliste ¨teilweise
hydrogenierte Fette¨, ¨zum Teil gehärtetes
Pflanzenfett¨
oder ¨pflanzliche Öle und Fette z.T. gehärtet¨
vermerkt
ist, kann der akkumulative Effekt der Aufnahme von
trans-Fettsäuren
verhindert werden.
Stoffwechseleigenschaften
Der
Körper ist in der Lage in geringen Mengen trans-Fettsäuren zu
verstoffwechseln, da derartige Varanten auch bei Wiederkäuern, und
damit in deren Milch, Fett und Fleisch vorkommen. Abhängig von der
Höhe der Zufuhr bewirken die trans-Fettsäuren eine Steigerung
des arteriogenen LDL-Cholesterols bei gleichzeitiger Senkung des
HDL-Cholesterols. Darüber hinaus können trans-Fettsäuren
abhängig von der aufgenommenen Dosis in Zellwände aller Art
eingebaut werden und dann deren funktionelle Aufgaben behindern. Dies
betrifft Organfunktionen aller Art sowie das Immunsystem.
last update 01/2008
© Bettina
Schwiegelshohn 2001