Überschüssiges
Phosphat aus der Nahrung wird beim Gesunden über die Niere
eliminiert, sodass es den Normalbereich von 2,5 bis 4,5 mg/dl Blut
nicht übersteigt.
Phosphatstoffwechsel bei Nierenfunktionsstörung
Bei fortgeschrittener Erkrankung kann die Niere ihrer
Aufgabe innerhalb des Phosphatstoffwechsels immer weniger nachkommen
und der Phosphatspiegel im Blut steigt an. Dies wiederum führt zu
Störungen der für den Calcium- und Phosphathaushalt
verantwortlichen Hormone, zu einer Entmineralisierung der Knochen
(Osteoporose) und damit langfristig zu Calcium-Phosphat-Komplexen, die
sich in den Gefäßen, aber auch in Weichteilen ablagern und
dann die Funktionalität ungünstig beeinflusst.
Maßnahmen
bei Anzeichen von Problemen
Der Calcium-Phosphat-Kristallisation sollte
unabhängig davon, ob eine medikamentöse Behandlung zur
Normalisierung der Phosphatwerte z.B. in Form von Calcium, Aluminium
oder Lanthan enthaltenden Medikamenten erfolgt, durch eine phosphatarme Ernährung
(tägliche
Zufuhr zwischen 800 mg und 1200 mg), das Meiden relativ
phosphatreicher Lebensmittel sowie eine ausreichende Versorgung an Kohlenhydraten
unterstützend entgegengewirkt werden.
last update 07/2010
© Bettina
Schwiegelshohn 2001