Fragen
Sie sich, ob Genuss ohne Reue überhaupt möglich ist?
Churchill meinte zurecht "Wir müssen unserem Körper etwas
bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen".
Es
ist kein Geheimnis - und dennoch vielen Menschen nicht bewusst, dass
der Lebensstil basierend auf Ernährung,
körperlicher Aktivität und Genuss in direkter Beziehung zur
Lebensqualität
steht. Dabei hat der Lebensstil Auswirkungen sowohl auf die momentane
wie auf die zukünftige Lebensqualität.
Warum darf Genuss nicht außer Acht gelassen werden? Genuss hat einen positiven Einfluss sowohl auf die Psyche als auch auf die Physis.
Was kann Genuss bedeuten? Genuss
ist für
jeden etwas anderes für manche ist es Sport, für andere
Spatziergänge oder Wanderungen in der Natur, einige Lesen gerne
oder hören
Musik. Manche spielen gerne allein oder mit anderen
Computerspiele, reisen, gehen ins Theater, in
Konzerte, organisieren oder feiern Feste.
Vorsicht ist immer dann geboten,
wenn der "Genuss" hauptsächlich mit der Nahrungszubereitung, der
Nahrungsaufnahme oder mit Genussmittel wie Alkohol (dabei
gilt für Frauen 10 g¹, circa 1 Glas Sekt oder 0,22 l Pils,
für
Männer 20 g¹
Alkohol, also das Doppelte, als tägliche Höchstmenge),
Nikotin oder Süßigkeiten (die Zuckeraufnahme
darf 10% der Gesamtkalorienaufnahme nicht überschreiten)
in Zusammenhang gebracht wird, denn dann ist die Grenze zwischen
Maß und Übermaß viel schwerer zu ziehen und der Genuss
bleibt häufig nicht im grünen Bereich. Die Kunst
des richtigen Maßes gerade in unserer Spaßgesellschaft ist
eine Herausforderung.
Wie viel Genuss kann der
Körper verkraften? Spaß
dient
der Regeneration und Entspannung. Für Genuss gibt es gibt wie
für
so Vieles keine allgemein gültigen Regeln oder Mengenangaben, die
für
Jedermann gelten. Sie müssen lernen auf Ihren Körper und
seine
Bedürfnisse zu hören. Achten Sie in jedem Fall auf negative
Nebenwirkungen,
denn selbst Genuss ist von der Tagesform abhängig.
¹diese
Werte wurden den "Evidenzbasierten Leitlinien zur Prävention und
Therapie der Adipositas" der Deutschen Adipositas Gesellschaft, der
Deutschen Diabetes Gesellschaft, der Deutsche Gesellschaft für
Ernährung und der Deutsche Gesellschaft für
Ernährungsmedizin entnommen.
last update 05/2008
© Bettina
Schwiegelshohn 2001