Finden
erhöhte Blutfette als erste Warnsignale einer
Lipidstoffwechselstörung keine entsprechende Beachtung, so geht
damit ein zunehmendes Risiko einer frühzeitigen Entwicklung von
arteriosklerotischen Veränderungen einher. Daneben können
auch eine vielzahl anderer Entgleisungen die Folge sein, Als Beispiele
seien Xantomen (gelbliche Verfärbungen der Haut),
Korneatrübungen oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen
angeführt. Bei Lipidstoffwechselstörungen ist eine
Ernährungsumstellung immer sinnvoll.
Für
die Blutfette im Serum gelten folgende Messwerte als Richtlinien:
| ohne weitere Risikofaktoren | bei weiteren Risikofaktoren | |
| Gesamt-Cholesterin (mg/dl) | 200 - 215 | < 200 |
| LDL-Cholesterin (mg/dl) | < 155 | < 135 |
| HDL-Cholesterin (mg/dl) | > 35 | > 35 |
| Triglycerid (mg/dl) | < 200 | < 200 |
Wie die Tabelle zeigt, sind ungünstigere
Blutfettwerte akzeptabel, solange keine weiteren Risikofaktoren wie
Bluthochdruck, Zigarettenrauchen, Diabetes oder die Einnahme
von Hormonen
vorliegen.
Beim
Vorliegen weiterer Risikofaktoren gilt im Serum innerhalb der
Risikoabschätzung:
| kein Risiko | mäßiges Risiko | hohes Risiko | |
| LDL (mg/dl) Frauen und Männer | < 135 | 150 - 190 | > 190 |
| HDL (mg/dl) Frauen | > 65 | 65 - 45 | < 45 |
| HDL (mg/dl) Männer | > 55 | 55 - 35 | < 35 |
Liegen die Blutfettwerte im Bereich des
mäßigen Risikos sollten sie Ihr Ernährungsverhalten
überdenken. Bei hohem Risiko muss das Ernährungsverhalten
geändert werden und zusätzlich ist unter Umständen eine
medikamentöse Intervention einzuleiten.
last update 11/2006
© Bettina
Schwiegelshohn 2001