Gallenfluss


    Wie das Beispiel Kaffee zeigt können vorbeugende Maßnahmen bei entsprechendem Risiko, also dem Vorhandensein von Steinen oder entzündlichen Erkrankungen der Gallenwege und der Leber, auch Koliken auslösen.

    Kaffee regelmäßig getrunken entfaltet eine vorbeugende Wirkung gegen das Entstehen von Gallensteinen, solange der Konsum nicht 3 bis 4 Tassen täglich übersteigt. Andererseits kann Kaffee aber auch zum Auslöser einer Gallenkolik werden. Patienten die bereits Probleme mit Gallensteinen haben, empfinden beim Genuss von Kaffee vielfach vermehrt Schmerzen im Bauchraum. Sie sollten dann vorsichtig mit diesem Getränk sein.
    Schwarzer Tee, grüner Tee, Matetee oder Cola enthalten dem Kaffe verwandte Alkaloide, die allerdings keine dem Kaffee entsprechende problematische Wirkung entfalten.
    Artischocken und Löwenzahn bewirken neben vielen anderen Pflanzen die ähnliche Bitterstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe enthalten, über die Steigerung des Gallenflusses eine Verbesserung der Fettverdauung. Auf diese Weise tragen diese Pflanzen zur Vorbeugung bei.
    Sulfatreiche Mineralwassersorten aktivieren die Gallenkontraktion und haben auf diese Weise eine vorbeugende Wirkung gegen Gallensteine.
    Die beispielsweise in Pfefferminze, Kümmel, Anis, Fenchel oder vielen käuflich erwerbbaren Galletees enthaltenen ätherische Öle entfalten ebenfalls eine Gallenfluss fördernde Wirkung.

    last update 10/2003
    © Bettina Schwiegelshohn 2001



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